4 Antworten auf „Schweigen“

  1. … und was ist mit den anderen Arten von Schweigen? Die Unkreativen. Die Sorten wo es nicht gelaechelt wird im Inneren, sondern geheult, oder an den Waenden gestarrt. Oder waehrend die letzten Resten des Stolzes wieder zusammengefegt werden.. Das Schweigen bei dem die Gedanken nicht frei, sondern eher gefesselt sind; an Worter, an Blicke, an anderen Gedanken, vielleicht sogar an anderen Menschen..

    Allerdings finde ich die letzte 3 Zeile absolut genial :)

  2. @Kazako
    Es gibt viele Arten von vielem auf dieser Welt. Es gibt positive und negative. Es gibt Dinge, die ermutigen und Dinge, die runterziehen. Mich selbst, oder Andere.

    Ehrlich gesagt muss ich zugeben, dass ich selbst nie auf das Thema „negative Arten des Schweigens“ gekommen wäre … nicht in Bezug auf die Situation in diesem Gedicht. Natürlich gibt es diese Arten. was damit ist? Keine Ahnung. Denn ich denke nicht an sie und verarbeite sie nicht in einem Gedicht. Es würde mir nicht helfen. Es gibt Menschen, die sich dadurch befreien, ihre innersten oft negativen Erlebnisse und Gefühle offen im Internet auszutragen, aber wem hilft das was? Verändere ich die Welt damit positiv? Inspiriert das andere Menschen?
    Es gibt diese positiven Momente. Das ist was mich begeistert und ermutigt und inspiriert.
    Ich glaube ich bin der Falsche für die negativen Formen des Schweigens, weil ich kein Experte bin auf diesem Gebiet.. und wenn ich es wäre…
    Wer will sowas lesen? Ich jedenfalls nicht! Und was ich nicht lesen will schreibe ich nicht :-)
    (Mal abgesehen davon, dass es mir gar nicht im Kopf war) :-)

    Hier höre ich in mich hinein, ganz still und die Gedanken lösen das Schweigen auf… wobei die Ruhe des Schweigens noch sichtbar bleibt. Schweigen als Ruhe, Selbstbesinnung, Ergründen der eigenen Gedanken.

    Schweigen als kreativer Prozess.. nicht erzwungen… nur beobachtet.

  3. Ich finde euer Gespräch sehr interessant.
    Ich verstehe was Kazako meint. Ich habe auch viele Momente und Phasen in denen es in meinem Kopf trüb ist. Ich schreibe und teile diese Gedanken um darauf aufmerksam zu machen wieviel schlechtes es gibt. Um die Last zu teilen. Um vielleicht Antwort auf die endlosen Fragen zu bekommen. Ich teile Leid. Ich teile Hoffnungslosigkeit. Um vielleicht auch jemand anderem zu zeigen, du bist nicht allein! Es gibt ganz viele Menschen die von all dem negativen in ihren Köpfen überfordert sind, und ohnmächtig werden.

    So bis hier hin ist noch nichts interessant daran.

    Mich fasziniert der Gedanke von Monkey. So habe ich das ganze nie gesehen.
    Denn was bringt es jemandem zu wissen, dass ein anderer auch leidet? Was bringt es andere auch in das schwarze Loch voller Sehnsüchte sehen zu lassen? Fassen sie mut, wenn sie das sehen? Ändert es ihre Sicht? Bekommen sie Hoffnung? Nein sie tauchen immer tiefer in den negativen Kreislauf ein. Das bedeutet, acuh wenn es mir schlecht geht, und ich mich mit Problemen auseinander setzte kann ich mehr ändern, wenn ich andere davon überzeuge ihren Blick auf das Gute und Schöne zu richten.
    Ich erreiche mehr, wenn ich ihnen mut mache oder als vorbild vorran gehe, statt ihnen immer und immer wieder vor augen zu führen wie schlecht etwas ist.

    Oh man, manchmal könnte ich die Welt umarmen wenn ich deine texte lese!!!!!!

    Trotzallem beschäftige ich mich gerne mit shclechten dingen, und bade auch gerne in trauer. Ich finde das braucht man genauso sehr wie das lachen. Ohne weinen ´, kein lachen. Für die Zukunft und die Welt finde ich aber das es genug Sorgen gibt, und „das was die Welt jetzt braucht Liebe in größeren Mengen“ ( Songtext). Menschen die was bewegen!

    Vielen Dank, schön das es dich gibt Monkey!

    1. Danke für diesen Kommentar. Ja, jeder ist da wohl Anders. Ich finde es wichtig, wenn man mal nicht so nen guten Tag hat, diese Tatsache nicht zu leugnen und ich mag es auch nicht, wenn man sich Dinge, die wirklich grottig sind schönredet. Es tut gut, zu sagen, dass etwas wirklich absolut ätzend war oder ist. Es gilt dabei glaube ich die Kunst zu üben dass man die negativen Momente genügend verarbeitet, dass sie abgeharkt sind und gleichzeitig eben nicht destruktiv damit man davon nicht runtergezogen wird. Das ist eine Kunst, die man in verschiedensten Situationen im ganzen Leben lernt und wohl nie perfektioniert. Wenn man sogar Freude daran hat dass man eine Situation, ein Erlebnis, einen Zustand sch*** finden darf und es einem dann gleich viel besser geht und sozusagen aufbaut ist man wohl auf einem guten Weg. Aber jeder Mensch ist da unterschiedlich. Ich glaube jeder braucht so seine eigene Herangehensweise. Der erste Schritt gut mit diesen Gefühlen umzugehen, ist wohl, wenn man es schafft zu akzeptieren, dass das Leben nicht immer schön ist, dass es Dinge gibt, die man gerne anders hätte. Wenn sich daran nichts ändern lässt, hilft es das zu akzeptieren und wenn es sich ändern lässt hilft es zu akzeptieren, dass es mal nicht so schön war, sich dann aber genau so stark auf die positive Veränderung zu konzentrieren. Das fängt schon beim Wetter an. Entweder ich bin sauer, weil es so kalt ist. Oder ich freue mich, dass es mal einen echten Winter gibt und ich zwar friere, da draußen, aber immerhin nicht so ein Weichei bin, dass ich plötzlich die Kälte so stark hasse, dass es mir deshalb nicht gut geht. Gewisse Dinge auszuhalten und sich darüber zu freuen, dass man die Stärke besitzt, dass man nicht runtergezogen wird birgt eine unglaubliche Kraft. Beispielsweise Regen: Alle hasten durch den Regen und wollen ins trokene. Spazierst du aber durch den Regen und siehst ihm entgegen und denkst dir: Der Regen und ich, genial… dann wandelt sich dein inneres Gefühl von Ablehnung in Annahme und Stärke.. so ähnlich wie wenn beim Sportmachen die Muskeln bis zur Grenze, bis zum Schmerz getrieben werden und man am Ende sagen kann: Wow! Ich habs geschafft. Das Leben Sportlich zu nehmen hilft manchmal in so kleinen Alltagssituationen. :-)
      Vielleicht ist das auch ein Männerding und man fühlt sich einfach gut, wenn alle aufgeben und auf das Wetter schimpfen und du dir denkst: „Ja, es ist scheißkalt… aber davon lasse ich mir die Laune nicht verderben. Das Wetter gehört zum Leben auf der Erde als Mensch dazu.“ Und schon verspürt man unglaubliche Freude, wenn die Sonne scheint und schreibt diese Freude auch der Kälte zu, denn ohne Kälte wäre die Sonne nicht so unglaublich toll.
      Ich weiß nicht, ob ihr das nachvollziehen könnt, oder manchmal ähnlich denkt. Aber es sind genau diese Kleinigkeiten, die das Leben ausmachen.
      Es gibt auch keine Formel, dass es einem immer gut geht und es gibt Schmerzen. Ich habe gelernt, dass jede Anstrengung einen irgendwie stärker macht und milimeterweise kommt man vorwärts und nimmt das Leben erstmal wie es kommt, macht dann aber etwas daraus, was schön ist. Am liebsten für sich selbst und für Andere. Den Planeten ein bisschen schöner machen…
      Hui, ein langer Text für ein Kommentar… Aber er war es wert.

      LG Monkey

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