Warum ich den Winter mag

Warum ich den Winter mag? Ich dachte, dass ich darüber einige Worte finden könnte. Immer höre ich diesen und jeden sagen, dass der Winter doch bald aufhören möge, wie lange es noch bis zum Sommer ist und überhaupt.. warum soooo kalt? Durchaus einleuchtende Auffassungen, die ich auch nachvollziehen kann, obwohl ich das ein wenig anders auffasse. Zwar spüre auch ich die Kälte, auch mir ist es kalt, wenn ich nicht warm genug angezogen bin und herumstehen würde anstatt zu laufen.

Doch gibt es nicht so echt schöne Dinge die man mit dem Winter verbinden kann? Ist der Winter nicht gar echt in der Menge der schönen Dinge enthalten? Ich will hier Niemanden aufs Glatteis führen, aber wer freiwillig mitkommt um so besser. Habt ihr schonmal ausprobiert mit nackten Fußsolen durch weißen weichen Schnee zu laufen und nach 5 Minuten eher extrem fit zu sein als sich aufs Schlafen eingestellt zu haben. Sowas erlebt man, wenn man einen Bruder hat. Ja, auch Brüder gibt es im Winter, sogar Schwestern, trotzdem war ich nicht beim spontanen Grillen im Januar bei meiner Sis in Mainz, man möge das aber nicht dem Winter anlasten, gar nicht.

So ein Wintergrillen hätte es durchaus an sich. Vor allem hat man dann den Vorteil, dass keiner der Nachbarn etwas mürrisch dreinschaut, weil ihm der geruch von Frisch gegrillten Fleischdelikatessen in die Nase steigt. Ja, auch Sommergrillgefühle kann man im Winter erleben.

Um aber mal wieder zum Thema zurückzukommen. Im Winter kann man supergut lernen. Keine Sonne, die einen fast zwingt nach draußen zu gehen und mindestens einige stunden ihre Wärme zu geniessen, ist es drinnen doch sowieso viel zu heiß dazu.

Ausserdem ist es so wunderbar erfrischend von der Kälte in die Wärme zu kommen. Es gibt einem auch so ein bisschen das Überlebensgefühl, diese Kälte. Sommer, ja da braucht man nichtmal ne Jacke. Aber im Winter achtet man doch dann eher darauf nicht zu dünn angezogen zu sein. Es tut aber unheimlich gut, trotzdem raus zu gehen. Und es muss nicht einmal lange sein um die frische kalte Luft in die Lungen aufzunehmen.

Ab und zu schaut sogar die Sonne vorbei und man kann sich an ihren frischen Strahlen laben und sich ein wenig auf den Frühling freuen, ohne aber den Winter verwünschen zu wollen.

Auch ich freue mich auf den Frühling, auch ich freue mich auf den Sommer.. ich liebe diese Sonne und auch der Herbst ist wundervoll. Überhaupt finde ich es eine supergeniale Erfindung (von wem bloß? :- ) dass es vier Jahreszeiten gibt. Stellt euch vor, es gäbe immer nur Winter.. wie in Narnia? Auf Dauer würde mir das nicht gefallen. Aber so wie der Winter gerade jetzt ist genieße ich ihn und ich freue mich über jeden neuen Tag, was auch immer er bringen mag.

Und wenn ich mich an etwas beim Wetter gewöhnt habe, dann daran, dass es ständig wechselt, was ich durchaus begrüße.

4 Antworten auf „Warum ich den Winter mag“

  1. Wow, das klingt nach fettem Battle :-)

    Wenn ich das festgefrorene Eis an den Kiefernnadeln oder den anderen Bäumen die letzten Tage angesehen habe, war ich doch auch berührt vom Winter.

    Erfrischend vom Kalten ins Warme zu kommen…naja, ich denke da an Hände, die draußen eiskalt waren, drinnen dann furchtbar durchblutet werden und so heiß sind, dass man darauf was braten könnte und ich denke an völlig überheizte Bahnen und Kaufhäuser und daran, dass die ganze Wolle die man an seinem Körper trägt, nur dazu beiträgt, dass die Haare vom Kopf abstehn.

  2. Ja, das mit den Händen, da ist was dran, allerdings werden die bei mir nicht furchtbar heiß, wenn ich reinkomme, sondern erst langsam warm. Da ich jetzt meinen linken Handschuh irgendwo in der Stadt verloren haben muss noch kälter. Aber wenn ich dann drinnen bin taue ich meist langsam auf, um dem einfrieren vorzubeugen gibts auch manchmal ne jogging einlage, wenn mir unterwegs kalt ist. Das hat was von Überleben in der Kälte und das tut gut, ist eine kleine Herausforderung, etwa wie bei Regen rauszugehen und zu joggen, das ist ein unbeschreibliches Gefühl. Und der Regen hat dann den Vorteil, dass die Haare auch nicht mehr vom Kopf abstehen ;-)

  3. Die Luft ist kühl und frisch. Der Schnee glitzernd in kleinen Kristallen an den Tannenwipfeln und legt sich hauchend zart auf die Dächer der Häuser. Alle unnötigen Geräusche werden verschluckt in der dumpfen Stille des Winters. Der Winter ist etwas wundervolles. Friedlich und still, beruhigend und langsam. Ausserdem kann man im Winter tolle Sachen machen wie rodeln und Schie forn und Schneeballschlachten oder man wälzt sich einfach mit seinem Hund Balou im Garten herum und seift sich mit dem kühlen Nass ein!! Gefällt mir gut dein lyrischer Gedanke zum Winter. Auf das der Winter noch genossen wird und die Sonne im Herzen nach aussen strahlt!

Kommentar verfassen